Bindungsangst

Alternative Bezeichnungen

  • Beziehungsangst
  • Verlustangst
  • Angst vor Nähe

Was ist Bindungsangst?

Definition: Bindungsangst bezeichnet die tiefgreifende Furcht einer Person vor der Aufnahme und Aufrechterhaltung enger und intimer Beziehungen. Menschen mit Bindungsangst fürchten sich vor zu viel Nähe und davor, emotional abhängig von einem Partner zu werden. Diese Angst führt oft dazu, dass Betroffene bewusst oder unbewusst Situationen oder Beziehungen meiden, die zu eng werden könnten.

Erklärung

Bindungsangst wurzelt häufig in negativen Kindheitserfahrungen oder in früheren Beziehungstraumata. Diese Erfahrungen können zu einem tief verwurzelten Misstrauen gegenüber anderen Menschen führen und die Überzeugung festigen, dass enge Beziehungen letztendlich zu Schmerz und Enttäuschung führen. Individuen mit Bindungsangst erleben oft einen inneren Konflikt: Sie sehnen sich nach Nähe und Zuneigung, gleichzeitig wecken diese Bedürfnisse jedoch auch Angst und Unsicherheit.

Die Symptome der Bindungsangst können vielfältig sein. Betroffene zeigen oft ein Muster von Nähe und Distanz, ziehen sich zurück, sobald die Beziehung eine gewisse Tiefe erreicht, und haben Schwierigkeiten, sich langfristig zu binden. Diese Verhaltensweisen dienen als Schutzmechanismen, um sich nicht verletzlich zu machen und potenziellen Schmerz zu vermeiden.

Beispiele

  • Julia verliebt sich schnell, bekommt aber Panik, sobald ihr Partner über gemeinsame Zukunftspläne spricht, und beendet dann die Beziehung.
  • Markus fühlt sich in seiner Beziehung oft eingeengt und sucht nach Ausreden, um alleine Zeit zu verbringen, obwohl er seinen Partner liebt.
  • Anna vermeidet es, sich auf Dates zu begeben, aus Angst, jemand könnte zu nahe kommen und sie könnte verletzt werden.

Links zum Thema