Beuteschema

Alternative Bezeichnungen

  • Typenpräferenz
  • Partnerwahlmuster
  • Attraktionsmuster

Was ist ein Beuteschema?

Definition: Das Beuteschema bezeichnet die unbewusste Tendenz einer Person, sich in romantischen oder sexuellen Kontexten von bestimmten Typen von Menschen angezogen zu fühlen. Diese Präferenz basiert oft auf physischen, emotionalen oder psychologischen Merkmalen, die konsistent sind und sich im Laufe der Zeit wenig ändern. Das Beuteschema kann von vergangenen Beziehungserfahrungen, sozialen und kulturellen Einflüssen oder tief verwurzelten psychologischen Bedürfnissen geprägt sein.

Erklärung

Das Konzept des Beuteschemas hilft zu verstehen, warum Menschen dazu neigen, wiederholt ähnliche Partner zu wählen, auch wenn diese Wahl nicht immer zum positiven Ausgang der Beziehung führt. Es geht dabei nicht nur um äußerliche Merkmale wie Aussehen, sondern auch um Verhaltensweisen, Charaktereigenschaften und Wertvorstellungen. Ein tiefgreifendes Verständnis des eigenen Beuteschemas kann bei der Reflexion über Beziehungsmuster und der bewussten Entscheidung für oder gegen potenzielle Partner hilfreich sein.

Es ist wichtig, das Beuteschema kritisch zu hinterfragen, vor allem wenn wiederholte Beziehungsmuster zu Unzufriedenheit oder Schaden führen. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Beuteschema kann ein erster Schritt sein, um aus toxischen Beziehungskreisen auszubrechen und gesündere Beziehungen zu fördern.

Beispiele

  • Jemand fühlt sich immer wieder zu Partnern hingezogen, die große emotionale Unabhängigkeit zeigen, obwohl dies zu Distanz in der Beziehung führt.
  • Eine Person wählt unbewusst Partner aus, die ähnliche Charakterzüge wie ein Elternteil aufweisen.
  • Das wiederholte Hingezogensein zu Menschen, die einem bestimmten physischen Typ entsprechen, wie z.B. Haarfarbe oder Körperbau.

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